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Donnerstag, 19. April 2012

Dienstag, 9. August 2011

Handschuh statt Brust

Das waren noch Zeiten, als wir bei N24 das Wetter von halb nackten Damen präsentiert bekamen. Vielleicht ist es Ihnen aufgefallen - da wo seinerzeit Brüste über den T-Shirt-Rand zu hüpfen drohten (oder versprachen, je nach Betrachters Auge) finden sich nun stewardessartige Wesen wieder, die neben den Sonderangeboten bei Air Berlin auch mal einen Satz über das Wetter verlieren.
"Ja, Sie haben richtig gehört: auch Auslandsflüge ab 49 Euro!! Ach ja und in Griechenland scheint die Sonne"



Tatsachlich hat sich an der Wetterpräsentation unterm Strich nicht viel geändert. Billig isses.

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Tiernamen


"Ja komm Schnecke, fein...komm schon Mäuschen, so ist's brav."

Denken Sie jetzt bitte nicht, wir haben es hier mit einer Schnecke zu tun. Oder einer Maus. Kleine Maus (chen). Nein. In diesem Fall handelt es sich um ein Kamel, das gerade vom Tierpfleger dazu überredet wird in seinen Stall zu gehen. Medienwirksam versteht sich, im Fernsehen. Tiger, Erdmännchen und So....Diese Sendungen sind ja immer noch sehr beliebt. Auch bei mir. Aber was wirklich richtig nervt ist dieser völlig irrgeleitete Gebrauch von Tiernamen. Der Elefant wird zum Häschen, die Giraffe zum Schneckchen und der Papagei zum Bärchen. Was soll denn das? Können wir es nicht einfach bei den Namen belassen, die sich der liebe Gott für uns ausgedacht hat? Der wird sich doch sicher etwas dabei gedacht haben. Ein Kamel ist ein Kamel ist ein Kamel.

Sekunde...."ja Haaaaasi, ich komme!"

Montag, 5. Oktober 2009

Wetten Dass wir uns ekeln?

zu Beginn dachte ich noch, es handele sich hier um eine postalkoholische Vision. Eine Halluzination mit ZDF Logo. Der verkaterte Sonntag Morgen verleitete zum Zappen auf der Couch und ich entschied mich für die Wiederholung von Wetten Dass?. Da weiß man was man hat. Handfestes Familienfernsehen. Als ich einschaltete sah ich gerade die Nase eines Mannes in einem Gummistiefel verschwinden. Augenreiben - das Bild blieb. Und dann kams noch besser: "....mhhh, oh, das ist schwer....schnüffel...ah, Birgit", sagte der Wettkandidat mit einem stolzen Lächeln im Gesicht und die Besitzerin des Stinkstiefels durfte aufstehen und sich in Ihrer ganzen Schönheit dem Publikum präsentieren. Samt Fuß. Oh bitte! Das auf angeschlagenen Magen. Ekelhafter gehts ja wohl nicht.

Wetten dass doch?

Spätenstens nach der nächsten Wette wusste der verkaterte Zuschauer, wie viel er am Vorabend wirklich getrunken hatte. Schon als der Kandidat das Wort 'einspeicheln' benutzte, um die Wette zu beschreiben, war mir klar: das wird harter Stoff. Kaum ausgesprochen rotzte der Kandidat auch schon einen langen Spuckefaden in die Tiefe, um dort auf eine Briefmarke zu treffen und diese in einen nebenstehenden Behälter zu befördern. Was für ein Anblick! Aber warum rege ich mich eigentlich auf, liebe Freunde des schlechten Geschmacks? Was ist so schlimm an stinkenden Schuhen und angesabberten Briefmarken? Eigentlich sind wir doch Gruseligeres gewöhnt. Nur wenige Stunden später lief "Schwiegertochter gesucht" - da hab ich direkt wieder nen Schnaps gebraucht.

Dienstag, 15. September 2009

Kanzler Duell? Wattissdatten?

Nach dem medialen Dikat von gestern "Mhhh, was guck ich denn? Kanzler Duell, Kanzler Duell oder Kanzler Duell?" musste das ja so kommen. Die Zuschauer haben ganz woanders hingeschaut.
Mal gar nix zu schauen kommt ja sowieso nicht in Frage. Zu Hause haben wir ja noch weniger Themen, als die in der Glotze.
Wenn uns dann aber gut bezahlte Sender wie ARD und ZDF das selbe atemberaubende Programm vorsetzen, nur mit anderen Köppen in den paar Minuten vor und nach dem Totentanz, pardon, Duell, ähh Duett, ach egal, na dann sind doch die Einspieler bei RTL über Angie und Fränks Jugendzeiten fast mal eine Erfrischung.

Was haben aber die Familien Kasuppke und Paschulke getan? Sie haben noch nicht einmal die Homebase angewählt, dem gutem altem RTL. Dabei hätten wir hier wenigstens was über Mode erfahren können, wenn schon nicht über den politischen Zukunftskurs derer von "da oben".

VOX hat es richtig gemacht. Das Promi Dinner wollten die Menschen sehen! Nicht die penetrant beworbenen Simpsons, nicht den alten Tatort aus 2008 und schon gar nicht diese beiden seltsamen Leute, die über unsere Zukunft bestimmen und die sowieso keiner versteht!

Ja, es war schon ein wenig langweilig. So wie wir. Und da gut 2 von rund 14 Millionen Menschen gestern sowieso ganz woanders hingeguckt haben, nämlich auf das, was sich irgendwelche abgerissenen Promis auf den Teller knallen, hat wohl Günther Jauch in der ARD die Situation sehr richtig eingeschätzt:

"Wir haben das Programm bekommen, was wir verdienen."