Studiogast: "...Also eins sag ich Ihnen - mit Arbeitskollegen sollte man besser nix anfangen. Das gibt nur Ärger. "
Ich: "Ach so.."
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Mittwoch, 28. September 2011
Montag, 25. Oktober 2010
Unsinnsaktion - da isser auch schon. Oder: das versehentliche Outing
Montag Morgen, in einem Radiosender in NRW geht ein Moderator erschöpft aus dem Studio. Er lässt seinen müden Blick auf dieser Internetseite schweifen:
- "Du hast das Plakat fotografiert??!!!"
- "Ja, guck doch bitte, wie das da hängt!!"
- " Das hab ich aufgehängt.."
- "Du hast das Plakat fotografiert??!!!"
- "Ja, guck doch bitte, wie das da hängt!!"
- " Das hab ich aufgehängt.."
Donnerstag, 13. Mai 2010
Hörnsema
Wie viele Menschen einen Satz mit "hörnsema" beginnen...beeindruckend wie aufregend. "Hörnsema", ruft die dickliche Dame, als sie im Supermarkt die Fachverkäuferin entdeckt. "Hörnsema, wo isn hier der Käse?" Ich stehe daneben, gucke die Dame an und höremamit. (Der Vollständigkeit halber: der Käse ist da hinten, links)
"Hörnsema", spricht mich die Frau auf dem Straßenfest an, die mich wiedererkennt, weil sie mich schon mal im Radio gehört und mein Gesicht irgendwo gesehen hat. "Hörnsema, können Sie nicht mal im Radio ne Durchsage über die Kaufkraft in unserer Stadt machen, die Leute kaufen ja kaum noch ein!" Ich frage zurück: "Was sollen wir denn durchsagen? Kaufen Sie, kaufen Sie, jetzt!?" Sofort wird klar, dass die Dame die ganze Bandbreite der gewünschten Durchsage noch nicht bis zum Ende durchdacht hat, denn eine Antwort will ihr nicht so recht einfallen. Ich verweise Sie an meinen Chef und an das Einkaufszentrum hinter uns. Dort könne Sie doch ganz persönlich und direkt etwas für die Stadt tun.
Radio ist eben ein schnelles Medium, wir helfen sofort.
Wenig später kommt auch schon die nächste Dame auf mich zu: "Hörnsema, Sie sind doch Frau Strauß!" "Ja", sage ich abwartend. "Ich hab Sie mir ganz anders vorgestellt!" Ich: "Wie denn?" "Irgendwie...dicker!" ruft mir die Dame mit Nachdruck ins Gesicht, obwohl sie keine zwei Meter von mir entfernt steht. Sie scheint ernsthaft enttäuscht über meinen Anblick zu sein.
"Hörnsema" ( wer hätte das gedacht ) beginnt auch die Dame mit dem Rollator ihr Gespräch. "Wissen Sie eigentlich, woher der Mühlenplatz seinen Namen hat? Die Dame ist mindestens Hundert und bestens informiert. Als sie mir mittels eines sorgfältig zusammengestellten Ordners eine korrekte historische Antwort geben will, wende ich an, was ich in den vergangenen Stunden gelernt habe. "Hörnsema, tut mir sehr leid, aber ich muss dringend weg." Es tut mir zwar nicht wirklich leid, aber ich muss tatsächlich schnell weg.
Jedes Hörnsema-Gespräch endete übrigens mit dem Satz: "ich hör Sie immer im Radio!" Das ist doch schön und nun auch logisch. Solange die Menschen wahrhaftig zuhören, kann ich Ihnen ein kleines "hörnsema" wohl kaum übel nehmen.
"Hörnsema", spricht mich die Frau auf dem Straßenfest an, die mich wiedererkennt, weil sie mich schon mal im Radio gehört und mein Gesicht irgendwo gesehen hat. "Hörnsema, können Sie nicht mal im Radio ne Durchsage über die Kaufkraft in unserer Stadt machen, die Leute kaufen ja kaum noch ein!" Ich frage zurück: "Was sollen wir denn durchsagen? Kaufen Sie, kaufen Sie, jetzt!?" Sofort wird klar, dass die Dame die ganze Bandbreite der gewünschten Durchsage noch nicht bis zum Ende durchdacht hat, denn eine Antwort will ihr nicht so recht einfallen. Ich verweise Sie an meinen Chef und an das Einkaufszentrum hinter uns. Dort könne Sie doch ganz persönlich und direkt etwas für die Stadt tun.
Radio ist eben ein schnelles Medium, wir helfen sofort.
Wenig später kommt auch schon die nächste Dame auf mich zu: "Hörnsema, Sie sind doch Frau Strauß!" "Ja", sage ich abwartend. "Ich hab Sie mir ganz anders vorgestellt!" Ich: "Wie denn?" "Irgendwie...dicker!" ruft mir die Dame mit Nachdruck ins Gesicht, obwohl sie keine zwei Meter von mir entfernt steht. Sie scheint ernsthaft enttäuscht über meinen Anblick zu sein.
"Hörnsema" ( wer hätte das gedacht ) beginnt auch die Dame mit dem Rollator ihr Gespräch. "Wissen Sie eigentlich, woher der Mühlenplatz seinen Namen hat? Die Dame ist mindestens Hundert und bestens informiert. Als sie mir mittels eines sorgfältig zusammengestellten Ordners eine korrekte historische Antwort geben will, wende ich an, was ich in den vergangenen Stunden gelernt habe. "Hörnsema, tut mir sehr leid, aber ich muss dringend weg." Es tut mir zwar nicht wirklich leid, aber ich muss tatsächlich schnell weg.
Jedes Hörnsema-Gespräch endete übrigens mit dem Satz: "ich hör Sie immer im Radio!" Das ist doch schön und nun auch logisch. Solange die Menschen wahrhaftig zuhören, kann ich Ihnen ein kleines "hörnsema" wohl kaum übel nehmen.
Donnerstag, 10. Dezember 2009
Bestechungsversuch?
Wer hat mir das auf den Schreibtisch gestellt? Und warum? Was muss ich dafür tun?
......okay, egal was es ist: ich mach's.
Donnerstag, 29. Oktober 2009
Donnerstag
4:00 der Wecker klingelt. Ich leide, widerstehe dennoch dem Impuls einfach liegen zu bleiben. Aber: 4 Uhr ist ein Arschloch!
4:30 beim Verlassen des Hauses schiebt sich die Zeitungsausträgerin mit ihrem Rollwagen und dem traurigen Blick über die Straße... Gleich geht es mir schon etwas besser, bei den traurigen Augen wage ich es nicht, noch weiter zu leiden.
5:00 Im Radio angekommen. Ein Zettel auf dem Schreibtisch verrät mir, dass ich gut daran getan habe, vorhin nicht liegen geblieben zu sein. Der Chef hat Dienst. Dem wär sicher aufgefallen, wenn ich nicht zur Arbeit komme.
6:00 Diese Klimaanlage im Studio sollte sich mit 4 Uhr anfreunden, ist auch ein Arschloch und pustet mir ständig in den Nacken. Auf Nachfrage der Kollegen beteuere ich, dass ich nicht zum Islam konvertiert habe, der Schal auf meinem Kopf sei lediglich zum Schutz vor dem Eiswind in meinem Nacken.
6:35 Ach ja...heute ist Doppeldonnerstag im Radio. Es läuft das Gewinnspiel mit doppelter Gewinnchance...bei der Gelegenheit fällt mir ein: Es ist auch Doppelschicht-Donnerstag. Scheiße. Heute Nachmittag schon wieder die Klimaanlage...
9:00 Feddich. Jetzt fahr ich nach Hause und leg mich wieder hin bis zur Nachmittagsschicht um zwei.
10:00 Das ist ja blöd. Ich bin gar nicht müde, zu viel Kaffee zwischen 5 und 9 Uhr. Mist Mist Mist, ich wollte doch schlafen. Naja, setz ich mich noch mal kurz an den Computer.
11:30 Jetzt robbe ich seit Minuten auf dem Fußboden herum, um herauszufinden, woher dieses seltsame Piepen kommt. Ich meine ich hätte grob die Richtung 'unten' ausgemacht. Doch krieche ich nach unten links, so klingt es, als käme das Piepen von unten rechts. Krieche ich aber dorthin, meine ich wieder, es links gehört zu haben. Ich denke kurz über mich und meinen Geisteszustand nach, komme aber zu keinem repräsentativen Ergebnis.
11:31 das nervt dermaßen. Jetzt geh ich auf die Couch.
12:45 der Wecker, der Wecker - Mittags ist ja noch schlimmer als 4 Uhr! Alles Arschlöcher. Ich versuche an die traurige Zeitungsfrau zu denken und zwinge mich, die Augen offen zu halten.
13:45 ich bin wieder hier....sehe die Klimaanlage durch die Glasscheibe und finde sie noch blöder als heute morgen.
16:00 die Sendung beginnt
18:00 Vorbei. Ich kann mich an nichts erinnern, oh Gott. Jetzt fahr ich nach Hause und warte, ob sich irgendwer beschwert. Wenn der Chef anruft, seh ich's positiv: morgen nicht mehr um 4 Uhr aufstehen..
4:30 beim Verlassen des Hauses schiebt sich die Zeitungsausträgerin mit ihrem Rollwagen und dem traurigen Blick über die Straße... Gleich geht es mir schon etwas besser, bei den traurigen Augen wage ich es nicht, noch weiter zu leiden.
5:00 Im Radio angekommen. Ein Zettel auf dem Schreibtisch verrät mir, dass ich gut daran getan habe, vorhin nicht liegen geblieben zu sein. Der Chef hat Dienst. Dem wär sicher aufgefallen, wenn ich nicht zur Arbeit komme.
6:00 Diese Klimaanlage im Studio sollte sich mit 4 Uhr anfreunden, ist auch ein Arschloch und pustet mir ständig in den Nacken. Auf Nachfrage der Kollegen beteuere ich, dass ich nicht zum Islam konvertiert habe, der Schal auf meinem Kopf sei lediglich zum Schutz vor dem Eiswind in meinem Nacken.
6:35 Ach ja...heute ist Doppeldonnerstag im Radio. Es läuft das Gewinnspiel mit doppelter Gewinnchance...bei der Gelegenheit fällt mir ein: Es ist auch Doppelschicht-Donnerstag. Scheiße. Heute Nachmittag schon wieder die Klimaanlage...
9:00 Feddich. Jetzt fahr ich nach Hause und leg mich wieder hin bis zur Nachmittagsschicht um zwei.
10:00 Das ist ja blöd. Ich bin gar nicht müde, zu viel Kaffee zwischen 5 und 9 Uhr. Mist Mist Mist, ich wollte doch schlafen. Naja, setz ich mich noch mal kurz an den Computer.
11:30 Jetzt robbe ich seit Minuten auf dem Fußboden herum, um herauszufinden, woher dieses seltsame Piepen kommt. Ich meine ich hätte grob die Richtung 'unten' ausgemacht. Doch krieche ich nach unten links, so klingt es, als käme das Piepen von unten rechts. Krieche ich aber dorthin, meine ich wieder, es links gehört zu haben. Ich denke kurz über mich und meinen Geisteszustand nach, komme aber zu keinem repräsentativen Ergebnis.
11:31 das nervt dermaßen. Jetzt geh ich auf die Couch.
12:45 der Wecker, der Wecker - Mittags ist ja noch schlimmer als 4 Uhr! Alles Arschlöcher. Ich versuche an die traurige Zeitungsfrau zu denken und zwinge mich, die Augen offen zu halten.
13:45 ich bin wieder hier....sehe die Klimaanlage durch die Glasscheibe und finde sie noch blöder als heute morgen.
16:00 die Sendung beginnt
18:00 Vorbei. Ich kann mich an nichts erinnern, oh Gott. Jetzt fahr ich nach Hause und warte, ob sich irgendwer beschwert. Wenn der Chef anruft, seh ich's positiv: morgen nicht mehr um 4 Uhr aufstehen..
Freitag, 23. Oktober 2009
Das Redegewand
Wenn wir morgens schon mit Bauchschmerzen zur Arbeit gehen, bedeutet das, wir sind spätestens abends total krank?
Wenn eine Grippe im Anzug ist, nehme ich an, sie trägt sonst nur Jeans?
Wenn Politiker für etwas grünes Licht geben, oder die Weichen stellen, heißt das, wir werden von einem Bahnhof aus regiert?
Eine Veranstaltung wirft ihre Schatten voraus. Kombiniere: die Sonne scheint von hinten auf die Veranstaltung = Schlagschatten voraus!
Hier kommt der aktuellste Verkehrshinweis. Der muss ja besser sein, als der aktuelle. Ist vermutlich der einzigst wahre...
Wenn die Kassen klingeln, dann sind sie vielleicht dem Postmann auf der Spur.
Warum wollen wir uns Leute mit ins Boot holen und nicht ins Auto?
Vielleicht weil wir damit bisher gut unterwegs sind?
Wenn Köpfe rauchen, warum ruft niemand die Feuerwehr?
Sie sind von der Presse und lieben das Schreiben ohne lästiges Nachdenken?
Dann empfehle ich Ihnen folgendes Angebot:
bitte, klick: Baukasten für Presseinfos
Wenn eine Grippe im Anzug ist, nehme ich an, sie trägt sonst nur Jeans?
Wenn Politiker für etwas grünes Licht geben, oder die Weichen stellen, heißt das, wir werden von einem Bahnhof aus regiert?
Eine Veranstaltung wirft ihre Schatten voraus. Kombiniere: die Sonne scheint von hinten auf die Veranstaltung = Schlagschatten voraus!
Hier kommt der aktuellste Verkehrshinweis. Der muss ja besser sein, als der aktuelle. Ist vermutlich der einzigst wahre...
Wenn die Kassen klingeln, dann sind sie vielleicht dem Postmann auf der Spur.
Warum wollen wir uns Leute mit ins Boot holen und nicht ins Auto?
Vielleicht weil wir damit bisher gut unterwegs sind?
Wenn Köpfe rauchen, warum ruft niemand die Feuerwehr?
Sie sind von der Presse und lieben das Schreiben ohne lästiges Nachdenken?
Dann empfehle ich Ihnen folgendes Angebot:
bitte, klick: Baukasten für Presseinfos
Freitag, 9. Oktober 2009
Ohne Worte

Das habe ich also nun davon, auf der letzten Party Alles gegeben zu haben. Wirklich Alles und vor allem das Wichtigste: Meine Stimme. Irgendwo zwischen American Boy und dem Highway to Hell muss ich sie verloren haben. Niemand hat seitdem mehr etwas von ihr gehört. Das ist traurig. Vor allem für mich, denn nun lerne ich seit mittlerweile 5! Tagen, was es bedeutet, die Klappe zu halten. Das ist nichts für mich. Noch nicht einmal ein kleines Selbstgespräch funktioniert. Und ständig bist Du mit Versuchungen konfrontiert, von denen Du gar nicht wusstest, dass es sie gibt. Das Telefon klingelt, was soll ich tun? Drangehen bedeutet Sprechen. Kann ich nicht. Der Nachbar begegnet Dir im Flur, was soll ich tun? Nicht zu grüßen bedeutet unhöflich zu sein. Aber ich kann nicht. Du bist mit Freunden auf ein Bier verabredet, was soll ich tun? Hingehen, denn Trinken kann ich ja. Absagen und riskieren eine Ausrede benutzt zu haben? Kurz: es läuft nicht. Es läuft genau genommen Nichts! Ganz zu schweigen (...) vom Job. Im Radio überlebst Du nicht lange ohne Stimme. "Hallo meine sehr verehrten Damen und Herren, willkommen zu unserer 3-stündigen Schweigeminute..." Wie gesagt, es läuft nicht. Das Tonstudio ruft an: "Frau Strauß, wir haben einen Job für Dich." "Krächszzzääcch zz chzzz rr." "Oh, verstehe. Naja, dann ein ander Mal.." Wie gesagt, es l ä u f t nicht. Nur ein Gutes hat das Ganze. Ich habe unfreiwillig mit dem Rauchen aufgehört. Denn - Sie ahnen es - Rauchen und kaputte Stimmbänder: das läuft nicht!
Heute ist Wochenende. Zwei Parties stehen an. Was soll ich tun? Vielleicht gehe ich hin, drehe die Musik so laut auf, dass niemand mehr sein eigenes Wort versteht. Dann falle ich nicht mehr so auf mit meiner Zeichensprache. Alles schweigt auf mein Kommando!
Donnerstag, 1. Oktober 2009
Das Geheimnis des Erfolgs
..ist schlicht. Und deprimierend außerdem. Seit gestern bin ich mir ganz sicher, dass Humor und Volksmusik einiges gemeinsam haben. Je schlichter, desto erfolgreicher lautet vermutlich das Geheimnis, oder liebe Leute, ist es nicht so? Wenn plötzlich so ein Florian Silbereisen um die Ecke kommt und uns selbstbewusst ins Ohr trällert "...denn heute Abend wird viel gelacht, es wird gefeiert bis in die Nacht, wir haben uns viel ausgedacht, und deshalb nehmt euch jetzt in Acht!", dann schmilzt des Volkes Herz dahin.
Und so wundert es mich auch nicht, dass es im Bereich der Witzigkeit ähnlich abläuft. Wir haben da im Radio so eine Zwei-Mann-Comedy, die sich vor allem dadurch auszeichnet, dass es am Ende nie eine Pointe gibt. Nie! Vorsätzlich! Und die Menschen lieben es. Da stehe ich also jeden Morgen in diesem Radio und denke und denke und denke über gute Worte nach. Dass sich der Hörer auch bloß amüsiert und dann kommen die mit Ihrer Comedy ohne Witz und Verstand und die Welt rollt sich ab. Das ist so gemein. So gemein ist das. Deswegen hör ich da gar nicht mehr hin. Auch schon aus Protest, weil die Menschen die ja viel lieber haben als mich und das kann ein narzisstisches Wesen wie ich schon mal gar nicht ertragen. So! Aus! Ich hör nicht hin, laaalaaalaaa!
Gestern waren die beiden zu Gast im Radio. Scheiße, die sind total nett. Nett und erfolgreich. Und so langsam dämmert's...die sind nicht nur total nett und erfolgreich, die sind total nett, erfolgreich und richtig schlau! Wer interessiert sich schon für die Pointe, wenn ich auch ohne mit nem dicken Mercedes vorfahren kann. Der Manager fährt!
Diese Erkenntnis macht es nicht weniger deprimierend, ganz im Gegenteil. Gerade in diesem Moment läuft es mir eiskalt den Rücken herunter. Wenn ich die Typen ohne Witz beim ersten Kennenlernen plötzlich total nett finde (immerhin hab ich heute morgen deren Comedy aufmerksam verfolgt), was bitte wird passieren, sollte ich jemals auf Florian Silbereisen treffen?
Ich sehe mich schon im Musikantenstadl. Erste Reihe. Vor Freude weinend.
Und so wundert es mich auch nicht, dass es im Bereich der Witzigkeit ähnlich abläuft. Wir haben da im Radio so eine Zwei-Mann-Comedy, die sich vor allem dadurch auszeichnet, dass es am Ende nie eine Pointe gibt. Nie! Vorsätzlich! Und die Menschen lieben es. Da stehe ich also jeden Morgen in diesem Radio und denke und denke und denke über gute Worte nach. Dass sich der Hörer auch bloß amüsiert und dann kommen die mit Ihrer Comedy ohne Witz und Verstand und die Welt rollt sich ab. Das ist so gemein. So gemein ist das. Deswegen hör ich da gar nicht mehr hin. Auch schon aus Protest, weil die Menschen die ja viel lieber haben als mich und das kann ein narzisstisches Wesen wie ich schon mal gar nicht ertragen. So! Aus! Ich hör nicht hin, laaalaaalaaa!
Gestern waren die beiden zu Gast im Radio. Scheiße, die sind total nett. Nett und erfolgreich. Und so langsam dämmert's...die sind nicht nur total nett und erfolgreich, die sind total nett, erfolgreich und richtig schlau! Wer interessiert sich schon für die Pointe, wenn ich auch ohne mit nem dicken Mercedes vorfahren kann. Der Manager fährt!
Diese Erkenntnis macht es nicht weniger deprimierend, ganz im Gegenteil. Gerade in diesem Moment läuft es mir eiskalt den Rücken herunter. Wenn ich die Typen ohne Witz beim ersten Kennenlernen plötzlich total nett finde (immerhin hab ich heute morgen deren Comedy aufmerksam verfolgt), was bitte wird passieren, sollte ich jemals auf Florian Silbereisen treffen?
Ich sehe mich schon im Musikantenstadl. Erste Reihe. Vor Freude weinend.
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