Wie beleidigt Menschen gucken können, wenn man sie aus einer bequemen Sitzhaltung aufschreckt. Aber was soll ich tun? Im Zug ist das Abteil für Fahrräder eben irgendwie vor allem für Fahrräder.
"Es tut mir leid, sage ich, es ist alles voll..gibt es oben keine Sitzplätze mehr?"
Kollektives angenervtes Kopfschütteln.
Na was soll's. Ich werde mein Rad nicht auf den Schoß nehmen können, wie die Frau mit der doofen Frisur ihren Miniaturhund.
"Sie können die Tasche ruhig dort lassen, mein Rad stört sie nicht."
Angewidertes weggucken. Die Tasche möchte einen eigenen Sitzplatz oder gar nichts! Aha.
Rad steht, Frau Strauß geht. Nach oben und siehe da: alles frei.
Ja da muss ich mich nun aber schämen. Hätte ich mein Rad doch auch in die obere Etage tragen können..
Warum ich mich aufrege? Fast alle Rumsitzer im Fahrradabteil hatten einen Koffer dabei. Nächster Halt: Flughafen. Und ich: fahr mit'm Rad zur Arbeit. Da wird man doch mal in die Luft gehen dürfen.
Ach, an dem Abteil steht "für Fahrräder und Reisende mit Gepäck"....naja, ey! Was fahrt Ihr auch ohne mich in den Urlaub!!??
Donnerstag, 16. Mai 2013
Freitag, 10. Mai 2013
Männertag...oder Händel im Schlafrock
ach, so ein Männertag - oder auch Vattertach genannt ist doch was Schönes. Geballte Männlichkeit auf einem Haufen wohin das sensible weibliche Auge reicht. Heute bin ich um 2 Uhr 30 aufgestanden. Frühschicht. Vor meiner Tür siehts immer noch so aus, als wäre es 12 Uhr mittags. Kinder, Kinder, die Männer sind los. Immer noch - die Kneipen voll. Die Männer auch.
Und dann der entsetzte Gesichtsausdruck meiner lieben Kollegin gerade:
"sind Dir auch Männer auf der Straße begegnet?"
"Ja"
"Hatten die was an?!"
...der Mann, der Sie beim Aussteigen aus dem Auto begrüßte, trug Schuhe und Tasche - sonst nix!
Dafür hatte der Mann, den ich jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit sehe, ausnahmsweise mal was an: Händel im Schlafrock.
Kinder, Kinder, dieser Männertag....
Und dann der entsetzte Gesichtsausdruck meiner lieben Kollegin gerade:
"sind Dir auch Männer auf der Straße begegnet?"
"Ja"
"Hatten die was an?!"
...der Mann, der Sie beim Aussteigen aus dem Auto begrüßte, trug Schuhe und Tasche - sonst nix!
Dafür hatte der Mann, den ich jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit sehe, ausnahmsweise mal was an: Händel im Schlafrock.
Kinder, Kinder, dieser Männertag....
Freitag, 19. April 2013
Frühlingsgefühle im Büro
Was für ein schöner Frühlingsmorgen im Büro. Die Sonne scheint durch die Fenster. Es ist Freitag. Der Kollege gegenüber lächelt auch heute besonders freundlich.
Man unterhält sich über Lieblingslieder. Und auch das noch:
mein absolutes Lieblingslied im Radio - Holding back The Years von Simply Red
Er: " WATT!? Das ist doch wohl nicht Dein Ernst?!! TOTALE KACKE!"
Naja. ich muss ja auch nich jeden mögen, der hier arbeitet.
P.s.: ich hab ne Megasuperlange Version gefunden. Haaa haaa:
voll superlange lange Version von HOLDING BACK THE YEARS
Man unterhält sich über Lieblingslieder. Und auch das noch:
mein absolutes Lieblingslied im Radio - Holding back The Years von Simply Red
Er: " WATT!? Das ist doch wohl nicht Dein Ernst?!! TOTALE KACKE!"
Naja. ich muss ja auch nich jeden mögen, der hier arbeitet.
P.s.: ich hab ne Megasuperlange Version gefunden. Haaa haaa:
voll superlange lange Version von HOLDING BACK THE YEARS
Mittwoch, 20. März 2013
Mc Morning
Wenn die Lady hinter dem Mc Donalds Schalter
lauthals nach einem "Morning Chicken bitte!" verlangt, dann weiß ich,
dass der Frühling kommt.
Wobei mir ne einfache Latte auch gereicht hätte..
Wobei mir ne einfache Latte auch gereicht hätte..
Dienstag, 19. März 2013
Der Heavy-Metal-Mann
Ich liebe es morgens in die Bahn zu steigen. Auch wenn ich dafür etwas früher aufstehen muss - einmal im Zug, kann ich die Zeit zur Arbeit wunderbar mit Allem verbringen, was am Steuer eines Autos nicht geht. Lesen. Nachdenken, Emails lesen, Emails schreiben oder einfach noch ein bisschen schlafen.
Wenn da heute nur nicht dieser Typ vor mir wäre, der auf seinen Kopfhörern so laut Heavy-Mucke hört, dass man meinen könnte es wären Disco-Boxen..mannomann, das ist LAUT. Und auf einmal ist meine morgendliche Entspannung in Gefahr. Lesen? geht nicht. Schlafen? Haha...und nachdenken...naja. Man ahnt es schon.
Was also tun? Auch den andren Fahrgästen ist das dröhnende Hämmern aus den Ohren des Heavy-Metal-Mannes nicht entgangen. Also was tun? Wir tun alle das gleiche. Nichts!
Der Mann hinter mir räuspert sich genervt und tut: nichts. Die Frau schräg gegenüber guckt verwirrt durch die Gegen und tut: nichts. Ich tue. nichts. Naja, fast. Ich ärgere mich über meine Trägheit und erlaube mir nicht, wütend auf den Kerl zu sein, der offenbar taub oder am Rande des Selbstmords ist.
Ich denke bis zum Ende der Zugfahrt über mein faules Fehlverhalten nach und nehme mir vor: "Beim nächsten mal bittest Du ihn, die Musik leiser zu machen."
Tag 2. Ich erreiche den Hauptbahnhof, Gleis 6. Ich bin müde und möchte schlafen. Da sehe ich ihn. Den Heavy-Metal Mann. Mein guter Vorsatz weicht meiner Müdigkeit. ich verzichte auf meinen Stammwaggon und gehe drei Wagen weiter. Heute bloß keine Aufregung. Und am Ende der Zugfahrt ärgere ich mich über meine Trägheit. Schon wieder.
Tag 3. Ich sitze schon im Zug und packe mein Buch aus. Aus der Ferne höre ich ein Wummern. Da ist er wieder. Aber er ist weit weg und so bleiben meine Nerven verschont. Nicht aber die der anderen Fahrgäste in seiner Nähe. Verwirrte Blicke irren suchend im Abteil hin und her. Ich kann die Gedanken der Fahrgäste lesen "Was ist denn das für ein ätzendes Geräusch und woher kommt das?" Niemand sagt etwas - alle wundern bis ärgern sich.
Tag 4. Heute werde ich meine Trägheit überwinden! Wer ist schon gern die Leute, die er hasst?! Ich nicht, "Heute sag ich was!" Und ich setze mich direkt vor den Heavy-Metal-Mann und komme mir sehr heroisch vor. Aber ich höre gar nichts. Der Typ hört Musik aber sie ist diesmal angemessen leise.
Also tue ich das, was ich bisher getan habe: nichts. Und beglückwünsche denjenigen, der seine Trägheit ganz offenbar vor mir überwunden hat. Ich bleibe ein fauler Idiot mit langsamer Reaktionszeit - bin aber froh, dass es Menschen gibt, die es besser wissen. Dankeschön. Darauf ein dreifaches ACDC.
Wenn da heute nur nicht dieser Typ vor mir wäre, der auf seinen Kopfhörern so laut Heavy-Mucke hört, dass man meinen könnte es wären Disco-Boxen..mannomann, das ist LAUT. Und auf einmal ist meine morgendliche Entspannung in Gefahr. Lesen? geht nicht. Schlafen? Haha...und nachdenken...naja. Man ahnt es schon.
Was also tun? Auch den andren Fahrgästen ist das dröhnende Hämmern aus den Ohren des Heavy-Metal-Mannes nicht entgangen. Also was tun? Wir tun alle das gleiche. Nichts!
Der Mann hinter mir räuspert sich genervt und tut: nichts. Die Frau schräg gegenüber guckt verwirrt durch die Gegen und tut: nichts. Ich tue. nichts. Naja, fast. Ich ärgere mich über meine Trägheit und erlaube mir nicht, wütend auf den Kerl zu sein, der offenbar taub oder am Rande des Selbstmords ist.
Ich denke bis zum Ende der Zugfahrt über mein faules Fehlverhalten nach und nehme mir vor: "Beim nächsten mal bittest Du ihn, die Musik leiser zu machen."
Tag 2. Ich erreiche den Hauptbahnhof, Gleis 6. Ich bin müde und möchte schlafen. Da sehe ich ihn. Den Heavy-Metal Mann. Mein guter Vorsatz weicht meiner Müdigkeit. ich verzichte auf meinen Stammwaggon und gehe drei Wagen weiter. Heute bloß keine Aufregung. Und am Ende der Zugfahrt ärgere ich mich über meine Trägheit. Schon wieder.
Tag 3. Ich sitze schon im Zug und packe mein Buch aus. Aus der Ferne höre ich ein Wummern. Da ist er wieder. Aber er ist weit weg und so bleiben meine Nerven verschont. Nicht aber die der anderen Fahrgäste in seiner Nähe. Verwirrte Blicke irren suchend im Abteil hin und her. Ich kann die Gedanken der Fahrgäste lesen "Was ist denn das für ein ätzendes Geräusch und woher kommt das?" Niemand sagt etwas - alle wundern bis ärgern sich.
Tag 4. Heute werde ich meine Trägheit überwinden! Wer ist schon gern die Leute, die er hasst?! Ich nicht, "Heute sag ich was!" Und ich setze mich direkt vor den Heavy-Metal-Mann und komme mir sehr heroisch vor. Aber ich höre gar nichts. Der Typ hört Musik aber sie ist diesmal angemessen leise.
Also tue ich das, was ich bisher getan habe: nichts. Und beglückwünsche denjenigen, der seine Trägheit ganz offenbar vor mir überwunden hat. Ich bleibe ein fauler Idiot mit langsamer Reaktionszeit - bin aber froh, dass es Menschen gibt, die es besser wissen. Dankeschön. Darauf ein dreifaches ACDC.
Freitag, 15. März 2013
Abonnieren
Posts (Atom)
