Freitag, 29. Januar 2016

Wie läuft's eigentlich mit Deinem Freund?

"Wie läuft's eigentlich mit Deinem Freund?"
"Super"
"Mist"

Poledance

Sie: "wenn ich ein bisschen mehr Zeit hätte, würd ich das auch gerne mal ausprobieren." (Poledance)
Sagt's und verlässt den Raum.
Eine Minute später, Tür geht wieder auf:
"Ich glaub ich wollte eigentlich sagen, wenn ich ein bisschen jünger wär...."

Donnerstag, 28. Januar 2016

"eigentlich ist das Leben total schön"

Vor Kurzem habe ich mich mit einer Kollegin über Dinge unterhalten, die wir im Job gerne und weniger gerne machen. Und dass da manchmal Aufgaben sind, die richtig auslaugen, sagt sie.
Kennt jeder.
Und dann sagte sie etwas ganz Entscheidendes. "Manchmal, wenn ich Abends nach der Arbeit heim fahre und die beleuchtete Stadt anschaue, denke ich << eigentlich ist das Leben total schön.>>"
DAS kennt NICHT jeder. Wann haben wir uns zuletzt Zeit dafür genommen uns umzuschauen? Und zu sehen, was da ist? Da ist IMMER etwas Schönes. Und nicht "eigentlich" sondern ganz bestimmt. IMMER.

Mittwoch, 27. Januar 2016

So macht man das, Jungs!

ein Gruppe Grundschüler spielt auf dem Schulhofspielplatz Fußball. Der ist eingezäunt. Zack - fliegt der Ball über den Zaun, in dem Moment wo ich vorbeigehe.
"Könnten Sie uns den Ball wiederbringen, da hinter der Tonne liegt der?" fragt der junge Mann.
Klar kann ich, geh zur Tonne und höre ihn zu seinen Kumpels ganz selbstbewusst sagen:
"So macht man das, Jungs!"

Wunderbar, Jungs! Macht weiter so.

Ach Du lieber Gott - oder: Ablassbrief 2.0

die Art und Weise, wie man in in Deutschland aus der Kirche austreten kann, ist ein wirklich guter Grund, um aus der Kirche auszutreten.
Wir kennen das von Fitnessclubs, Discotheken oder Konzerten: willste rein: musste zahlen.
Bei der Kirche zahlst Du, wenn Du wieder raus möchtest. Begründung: Verwaltungsaufwand.
Na gut, denke ich. Was solls. Bis mir die Dame am Telefon erklärt, dass ein Beleg für den Austritt auch Geld kostet.
"Wie. Ich muss 8 Euro zahlen, damit Sie mir eine Quittung ausstellen?"
Ja. Denn es könne ja sein, dass die Kirche aus Versehen nicht mitbekommen hat, dass man gar nicht mehr dabei ist. Dann müsse man das ja belegen können.
"Deswegen komme ich ja zu Ihnen. Stichwort: Verwaltungsaufwand...?"
So viel Aufwand wird dann aber offenbar doch nicht betrieben. Denn da weiss die Hand der Stadt wohl nicht was die Hand Gottes..verzeihung, die Hand der Kirche tut. Naja. Handaufhalten. Soviel steht fest. Frei nach dem Motto: "ich vergebe Dir dein sündhaftes Austreten aus der Kirche, wenn Du mir das bezahlst."

Ach Du lieber Gott. So hattest Du Dir das bestimmt nicht vorgestellt, oder?
Deine Gelassenheit möcht' ich haben...

Dienstag, 26. Januar 2016

Hausfrauenporno

"ich darf die Waschmaschine nicht mehr so voll packen. Gestern musste ich mich wie in nem schlechten Porno draufsetzen, damit sie nicht beim Schleudern durch die ganze Wohnung wandert."


"...wie in nem schlechten Porno? Woher weisst Du....?"


"Oh."

Montag, 25. Januar 2016

Tellerrand ahoi

"Ach du lebst jetzt in Leipzig. Sächselst Du denn auch schon?"

"Natürlich. Und rechtsradikal bin ich auch."



Nicht Euer Ernst

In der S-Bahn neben mir sitzen Mütter und welche die es werden wollen. Ich weiß es ohne hinzugucken, denn "der Muttermund ist entspannt und Sohn 1 wird sich langweilen wenn er das 108e mal beim Stillen zugeguckt hat." Jetzt schaue ich doch mal nach rechts und sehe 4 Frauen, eine davon strickend. Fast hätte ich meinen Schreck über dieses Klischee laut zum Ausdruck gebracht: "nicht Euer Ernst!?!"

Ich schaue nach Links aus den Fenster. Große freie Fläche in Grün zwischen Autobahn und Schienen.
Und mittendrin: Ein Reh und zwei Hasen. Ein Reh und zwei Hasen, die fast auf Bambis Schoß sitzen!!!! ..."nicht Euer Ernst!?!" denke ich erneut. So viel Klischee nebeneinander ist abgefahren. Wenn die rechts gleich aus Versehen im Zug ihr Kind kriegt, dann dreh ich durch. Ich werde mich nicht wundern. Nur durchdrehen.





"Der ist toll"



Ein Montagmorgen in der S-Bahn. Die ist wie immer zu kurz. Zu voll und zu spät.
Der Kontrolleur ist jung. Freundlich und „toll“ wie die Frau hinter mir bemerkt.
Bitte lassen Sie das Ticket stecken. Ich will Sie nicht kontrollieren – nur fragen, ob jemand einen Anschlusszug braucht, wenn wir angekommen sind.“ Erahnen Sie die erstaunten Blicke der Fahrgäste? Irgendwo raunt jemand, er würde die Bahn meiden, wenn es ginge.
Ich selbst fahre privat ja auch nicht mit der Bahn.“ Sagt der Kontrolleur. Ich frage ihn, wie seine Alternative aussieht. „Ich bin leidenschaftlicher Autofahrer!......... Viele Fahrgäste glauben ja auch, wir machen das extra mit den Verspätungen“, sagt er noch und guckt leicht geknickt.  
„Ich nicht,  sage ich ihm, ist doch schön, mehr Zeit zum lesen!“ Er lächelt und geht weiter….
Nein nein, für diese Fahrt verkaufe ich Ihnen kein Ticket. Sie fahren kostenlos. Bitte nur für den nächsten Zug ein Ticket lösen, ja?“ sagt er zu einem Fahrgast der eine Fahrkarte bei ihm kaufen will.
Ich drehe mich um und sage zu der Frau hinter  mir: „schon süß irgendwie, ne? „
„Ja, sagt sie – der ist TOLL!“

"Sie haben folgende Anschlusszüge....Zug xy wartet leider nicht auf Sie...aber Sie können es ja trotzdem versuchen..."

Ja - der ist echt toll.

Montag, 18. Januar 2016

Obacht beim Verkehr

Leipzig Wildpark

Freitag, 15. Januar 2016

Saunanacht

toll, was die da im Harz so alles anbieten.
"Saunanacht zum Valentinstag"

Da liegt die Betonung wohl auf SAU...

Donnerstag, 14. Januar 2016

Fleischrollen to go

Er: "guckt mal, ich hab ein neues Highlight unten beim Bäcker.!" Macht die Tüte auf und strahlt: "Fleischrollen!"

...sorry - dafür muss ich nicht zum Bäcker. Fleischrollen hab ich schon.

Mittwoch, 13. Januar 2016

die Fitness App


Kollegin 1: "Ich hab da so ne Fitness App. Da trag ich ein, was ich esse und trinke und dann sagt die mir Abends, ob das gut war oder nicht."
Ich: "warum heisst das Fitness App, wenns nur ums Essen geht?"
Kollegin 1:" Nee nee. Da kann man auch Sport eintragen. Ich mach aber keinen Sport."
Ich: "Immerhin verbrennt das Eintippen des Essens n paar Kalorien"
Kollegin 1: "und wenn ich das mal vergesse, erinnert mich die APP dran."
Ich: "Ach."

Kollegin 2: "Du hast bestimmt ne Yoga App."
Ich: "Nee. Ich brauch keine App. Ich mach das einfach."
Kollegin 2: "Ach."

Dienstag, 12. Januar 2016

Spaziergang für Fleischliebhaber



Fundort: Leipzig Wildpark

Samstag, 9. Januar 2016

"Ich hab meinem Mann blind vertraut!"

es ist Freitag Feierabend. Die versammelte Pendlergemeinde sitzt in der S-Bahn nach Leipzig. Ein Ehepaar steigt ein und fragt leicht besorgt, ob das der Zug nach Leipzig sei. Die gesamte Vierersitzgruppe nickt freundlich, als:

"sehr geehrte Fahrtgäste. Wegen eines was weiss ichs verzögert sich unsere Abfahrt. Wenn Sie es eilig haben, steigen Sie doch in den Zug gegenüber. Der ist dann auch schneller in Leipzig."

Man nickt sich gegenseitig zu. Wir stehen auf und wechseln die Gleisseite. "Es nervt ein bisschen, sagt er. Jedes Tag das Gleiche."
"Ist nicht zu ändern", sage ich, und zucke lächelnd mit den Schultern.
"Ich fahre jeden Tag", sagt er, die Situation betonend. "Ich auch", antworte ich und wir steigen ein.
Wieder steuert ein älteres Ehepaar auf uns zu und setzt sich. Er mit Koffer - Sie mit sorgenvollem Gesicht: "Wir sind zu früh ausgestiegen! Bis wir kapiert haben, dass das hier Halle und nicht Leipzig ist...ich schäme mich!"
Dann schaut sie ihren Mann an: "Ich hab Dir blind vertraut", "Und ich hab Gundula vertraut", antwortet er lächelnd und wendet den Blick mir zu: "So haben wir wenigstens auch mal den Bahnhof von Halle gesehen. Ist ja auch ganz schön."
Also er nimmts gelassen - Sie ist bekümmert, dass sie einfach ausgetsiegen sind an einem Bahnhof ohne zu gucken, wo sie sind.
"Ach, sage ich, ich bin mal in Bitterfeld gelandet und glauben Sie mir - da wollte ich ganz sicher nicht hin!"
"Das beruhigt mich jetzt, sagt sie.
Ich: "Deswegen erzähle ichs Ihnen. Ist doch halb so wild" und ich lege noch ein Plattitüde nach: "Wer keine Umwege geht, erlebt auch nix.!"
"Das stimmt", sagt sie und er fügt hinzu: "da haben Sie jetzt echte Lebenshilfe an uns geleistet!" Er lacht laut und wendet sich seiner Zeitung zu. Der Zug fährt los.
Nach einer Weile kommt der Schaffner - er ist eine Ausnahmeerscheinung - total gut gelaunt und lächelnd geht er durch die Reihen. Das Gesicht der Dame mir gegenüber verzieht sich allerdings zu einem peinlich berührten Lächeln: "Wir sind zu früh ausgestiegen. Kommt das öfter vor?" fragt sie den Schaffner und hofft auf ein JA. Stattdessen lacht der und sagt: "Nee - eigentlich nicht. Meistens steigen die Leute zu spät aus!"
Ich halte dem Schaffner mein Ticket hin: "können Sie mal sehen. So eine Seltenheit und wir können sagen ICH WAR DABEI!" "Ja, lacht er - ich war '89 dabei aber das war ja nix gegen DAS hier!"

"Ich hab meinem Mann blind vertraut!" die Frau grämt sich noch immer über eine Sache, die sonst niemanden stört. Nicht einmal ihren Mann, der ja nun immerhin auch eine Stunde später in Leipzig ankommt als geplant. Aber sie hat richtig zu kämpfen. "Und ausserdem hatten wir Verspätung", sagt sie. "Daran lag's. Wir haben nur auf die Zeit geachtet also ist die Bundesbahn schuld!"
"Die Bundesbahn?!" lacht der Schaffner. "Also da sind Sie dann wohl doch n bisschen spät dran. Die gibt's doch schon ewig nicht mehr - da sind Sie jetzt aber echt n paar Jahre stehengeblieben."

Auweia. Das war nix. Das Gesicht der Frau verfinstert sich und auch wenn der Schaffner es direkt spürt, dass sein gut gemeinter Witz ordentlich daneben gegangen ist, so kann er nix mehr machen. Gesagt ist gesagt. Ich bemühe mich zu retten: "Sie meinen wohl, um viele Jahre JUNG geblieben!"
"JA!", ruft er erleichtert "Ja vielen Dank, das habe ich natürlich gemeint!"
Dass er der Dame im Weggehen noch erklärt, Sie solle sich beim Aussteigen immer an ihn halten, damit es diesmal auch klappt, ist in seinem freundlich gemeinten Effekt eher fraglich.
Das Ehepaar bleibt mit kontrollierten Ticket zurück. Er liest lächelnd. Sie schaut mich verknittert an.
"Ich sag ja immer - alles ergibt am Ende einen Sinn," meine ich und lege damit eine weitere Plattitüde nach, die sich schon sehr bald, als sehr wahr herausstellen soll.

"Wo kommen Sie denn eigentlich her? Sind Sie schon lange unterwegs? frage ich und die Antwort bringt uns alle schlagartig auf den Boden der Heimeligkeit.
"Aus Herne."
Na klar. Meine Geburtsstadt. Wo sollten die zwei auch sonst herkommen und direkt neben mir auf dem Sitz landen. "Ha! Deswegen haben Sie uns auch sofort Beistand geleistet in unserer Situation!" ruft er und auch die Frau hat ihr Lächeln wieder. Es folgen "wie-heissen-Sie denn-wo-wohnten-Sie-denn-und-wo-sind-Sie-zur-Schule-gegangen-mein-Mann-kennt-in-Herne-Jeden-Fragen." Der Tag ist gerettet, die Zugfahrt beendet. Das erste Mal in Leipzig und immer 'n Stück Heimat mit dabei. Siehste. Am Ende ergibt immer alles einen Sinn.
Da hat die Bundesbahn ja doch n bisschen was Gutes gemacht.