Montag, 19. Dezember 2016

eine Treppe ist eine Treppe ist eine....Leiter der Demut auf dem Weg nach oben

ja ich bin mir bewusst, dass a l l e s, was uns im Leben passiert ein Spiegel unserer Selbst ist. Demnach bin ich offenbar ein ignorantes, kleinkariertes, gelangweiltes Arschgesicht.

Tatort: U-Bahn. Rolltreppe. Ich möchte nach oben. Und ich möchte gehen, obwohl es eine Rolltreppe ist. Also frage ich das Rentnerpärchen vor mir, das mittig auf der Treppe steht:
"Verzeihung, lassen Sie mich bitte kurz vorbei?"
Es folgt: NICHTS. Keine Reaktion. Nicht mal ein NEIN:
Als ich zwei weitere Male freundlich - ich schwöre - nachfrage murmelt er von vorne ohne sich umzudrehen: die Treppe ist nebenan.
Ich: sind Sie so nett und drehen sich mal um, und sprechen mir ins Gesicht?
Wir ahnen es bereits - er ist nicht freundlich, immerhin macht seine Gattin Platz und ich kann vorbei.
"Ihr habts immer so...murmel murmel."

Ich: mir ist vollkommen unklar wo hier das Problem ist, ich würde gern vorbei, sie sind körperlich in der Lage einen Schritt zur Seite zu gehen, so what? Was ist denn los in Sachen Freundlich-bis Höflichkeit? Und: wer ist denn überhaupt IHR...können Sie erkennen, dass hier EINE Person vor Ihnen steht.?"
Der Mann winkt ab, mit mir könne man ja eh nicht reden, zeigt die Geste, seine Frau guckt verbittert wie nach drei verbrannten Weihnachtskeksen.

Ich gehe! also die Rolltreppe rauf und mir wird klar: wenn diese Leute dein Spiegel sind, dann ist noch viel zu tun...verdammte Scheisse, es ist noch viel zu tun...

Dienstag, 25. Oktober 2016

Sei mal wütend, Du Opfer!

kannst du bitte auch mal schlecht gelaunt sein? Wütend sein auf jemanden oder dich selbst?

Ich mein, Du BIST ja wütend, Du lässt es nur nicht raus....und das macht MICH sauer.

Kennst Du das?
Wenn Menschen nicht auf sich hören, sich an anderen orientieren, deren Leben leben, weil es "nicht anders geht". Es geht nicht anders? Ja klar, geht es anders - Du machst nur immer wieder dasselbe.

Wenn der Job nervt, die Zeit nicht reicht, Du ja noch für x unbedingt y erledigen musst bevor...das eben so ist, wenn man....

Wo bleibst Du am Ende? Du leidest so vor Dich hin - im besten Falle.
Im schlimmsten Falle bist Du leidenschaftlich und hauptberuflich Opfer. Jammerst über das harte Leben und dass Du ja würdest, wenn Du nur könntest. Und wenn Dir einer empfiehlt, Deinen Arsch mal in Richtung Veränderung zu bewegen statt drüber zu jammern, bist Du enttäuscht. Keiner versteht Dich...

Ich sag's Dir trotzdem:

Hör auf zu leiden - denn das geht mir auf den Sack.
Mir ist bewusst, wie schwer es ist, Verantwortung zu übernehmen. Es ist sauschwer. Und es ist der beste Weg zur Erleichterung.

Also, Du Opfer. Lass mal sein - das bringt hier keinen von uns weiter. Verstehhste?
Ich hab auch keinen Bock auf Deine unterdrückte Wut. Scheiss Empathie.

Aber ich will mal aufhören mit jammern, ich Opfer...



Mittwoch, 7. September 2016

wenn Yogis streiten

ja sicher streiten sich Yogis.
Manche bewerfen sich mit Lichstrahlen und Wattestäbchen - andere sind da realistischer und nehmen auch mal harte Worte in den Mund.

Und das geht ungefähr so:

"Mir ist der Aufbau der Stunde nicht klar - das ergibt keinen Sinn.
Wann bewegt man sich denn hier mal?"

"Jaaa - DU bist ja auch 30 und flexibel!!"

"Ich bin 40 und flexibel!!"


Dienstag, 30. August 2016

alles zu seiner Zeit


Als mir vor Kurzem im Park mein vollbepackter Fahrradkorb vom Gepäckträger rutschte, wollte ich kurz verzweifeln. Denn das Ding war wirklich voll und die Befestigung gerissen. Wie mit dem ganzen Kram wieder nach Hause kommen?
Nur eine Lösung fiel mir ein: "Einen Kabelbinder brauche ich, sonst geht das nicht!" sage ich laut.

Kaum ausgesprochen fällt mein Blick auf den Boden. Was liegt da? Direkt neben meinem Fuß?

Ein Kabelbinder. Kein Witz. Meine Rettung und wieder einmal einer dieser Momente, wo Dir klar wird, dass alles zur richtigen Zeit kommt. Dass wir darauf vertrauen dürfen, dass alles da ist, wenn wir es brauchen. Auch wenn wir das nicht immer sofort erkennen. So hat doch auch die größte - mit Verlaub - Scheisse immer ihr Gutes. Wenn nicht sogar das Beste!

Also los. Immer rein ins Leben. Es kommt eh alles wie es will und alles zu seiner Zeit. 


Montag, 8. August 2016

Was ist eigentlich mit der Jugend von damals, ey?

Die Straßenbahn gerade noch so erwischt. Cool. Ich gehe den Gang entlang, dorthin wo Platz ist.
Und da ist viel Platz. Hinter der Frau, die mit ihrem Enkel vor dem Ticketautomaten steht.
Ich frage:" darf ich mich kurz an Ihnen vorbeischieben?" und lerne prompt, was falsche Erwartungen auslösen können.
Denn erwartet hatte ich ein "ja natürlich. sehr gern" oder wenigsten ein "ja."

Stattdessen sagt die Dame "Eigentlich nicht!"
Ich gucke blöd aus der Wäsche. Blöd wie lange nicht mehr und sage nach einem Moment des Sacken Lassens: "ach...wenn das so ist" und gehe wieder einen Schritt zurück.

Dann sagt sie: "na gehen sie mal - das dauert länger."
"Nee nee", sag ich, "jetzt bleib ich hier stehen und guck ihnen zu. Den Spaß gönn ich mir jetzt!"

Ich stehe immer noch und gucke. Sie hatte recht. Sie braucht wirklich sehr lange. Ging mir nicht anders, wenn so ne Wildfremde mich die ganze Zeit beobachtete....







Freitag, 1. Juli 2016

morbide Stimmung im Job

"Ey - das Blumengesteck sieht aus wie von ner Beerdigung."

"Also ich finde das total schön!"

"Ist Dein Vater nicht Bestatter?"

"...ja..."

Montag, 20. Juni 2016

Psychologen sterben nie aus

Stellen Sie sich vor, Sie wachen morgens auf und das erste was Sie sehen, sind die Gesichter wildfremder Menschen über ihrem Kopf, die sie beobachten und beurteilen:
"Ach und die dicken Beinchen...der verschlafene Blick, süß und die dünnen Haare... ach und die werden so schnell groß"

Was all die Neugeborenen wohl denken, wenn Sie der Welt vor die Nase gehalten werden?

Psychologe hätte ich werden sollen.

Samstag, 18. Juni 2016

Bitte kommen Sie nicht herein - wir können nix für Sie tun!

"immer in Gedanken zu Lächeln, erhält dem Gesicht die Jugend."

dieses Zitat steht draußen fett an der Fensterscheibe des Kosmetiksalons um die Ecke.
Bin jetzt nicht ganz sicher, ob das so schlau war....

Oder die richten die sich speziell an Kunden, die Lächen nur ausm Keller kennen...?


Freitag, 10. Juni 2016

Jobfail

Steht der Chef vor meiner (Radio) Studioscheibe und richtet sein Handy wie ne Fernbedienung auf mich:
"Kennen Sie Sony Woman?"
"....äh, Chef, ich bin Moderatorin hier - ich arbeite für S..........."


neulich bei der Arbeit....

"warst Du gestern noch da, als die Blaskapelle gespielt hat?"

"Blaskapelle? Wo?"

"Aufm Klo"



Ja. Es handlet sich hier um einen Tatsachenbericht. Es spielte eine Blaskapelle auf dem Klo.
...wo auch sonst...?


Mittwoch, 8. Juni 2016

einfach machen

Feierabend. Jetzt eben noch ein Getränk am Späti holen und dann ab nach Hause.
Praktisch - vor der Tür stehen zwei Herren mit Bier und Zigarrette und haben sich was zu erzählen.
"Seid ihr so lieb und passt eine Minute auf mein Fahrrad auf, frage ich?"

Natürlich sind sie so lieb. Als ich wieder rauskomme, höre ich Wortfetzen ihres Gesprächs:
"ach ich mach das jetzt erstmal und dann ma gucken."

Das klingt nach einem super Ansatz für mich also sage ich im Wegradeln: "Ja. Einfach machen! Egal was es ist."
Die beiden lächeln und wiederholen entschlossen: "Ja genau! Einfach machen!"

Daran können wir uns gar nicht oft genug erinnern - wenn Du was machen möchtest, von ganzem Herzen, dann machs.
Was soll denn passieren? Das Schlimmste was passieren kann ist, dass Du es NICHT machst.

Und wenns nicht klappt, dann machste halt was anderes. EINFACH MACHEN.

Donnerstag, 26. Mai 2016

die Labertasche

die arme Frau nebenan auf dem S-Bahnsitz. Der Typ, der mit ihr die Doppelbank teilt, redet ohne Pause. Es fällt mir irgendwann auf, weil sie NIE etwas sagt. Er redet einfach. Von seiner Frau und dem Job und dass das ja so und nicht so und drunter und drüber, hier und da und traraa - SIE hat KEINE Chance etwas zu sagen.
Manchmal ist eine kleine Gesprächs...also Monologpause. Es könnte ihm auffallen, dass sie das Gespräch nicht weiter voran treibt (und vielleicht tut es das auch) aber er redet einfach wieder drauf los. So als hätte sie ihn was gefragt.
Das geht echt lange so - immner wenn ich mein Ohr auf die zwei richte quatscht er. Ohne Punkt und Komma. OHNEPUNKTUNDKOMMA.
Ich denke, dass SIE bestimt froh ist, dass an der nächsten Station Ende ist. Da kommt die Durchsage
"Sehr verehrte Fahrgäste - wegen eines (hab ich nicht verstanden) verzögert sich die Fahrt um mindestens zwanzig Minuten"
Ich hätte ihr am liebsten einen Rettungsring zugeworfen aber manchmal muss es wohl so sein. Da darf man dem Nachbarn sein Schicksal zumuten.
Wär ich sie gewesen, hätte ich ihn höflich gebeten, den Sabbel zu halten. Aber ich bin nicht sie und was weiss ich schon. Vielleicht fühlte sie sich ja auch gut unterhalten. Immerhin hat er mich ja auch inspiriert hier über ihn zu schreiben. Also: danke labernder Typ aus der S-Bahn. Für die vielen Worte, von denen ich mir zum Glück keins gemerkt habe.

Mittwoch, 18. Mai 2016

Geburtstag

"..Dann musste mir zum Geburtstag auch was schenken"

"Wann hast Du denn Geburtstag?"

"Im März"

"Das ist ja schon vorbei!"

"Nee - kommt wieder."

Freitag, 13. Mai 2016

freundliche Selbsteinschätzung

"ach, der Kollege xy ist nächste Woche im Urlaub - das begrüße ich sehr."
ermahnender Blick von links
"ja mensch, lass mich doch auch mal böse sein"
"auch mal ist gut....."

Montag, 9. Mai 2016

Wer fliegen will...

Wer fliegen will, muss den Mut haben, den Boden zu verlassen.
(Walter Ludin)

Mittwoch, 4. Mai 2016

Schlüssel vergessen - ein Familiendrama

S-Bahnfahren ist wie Loriot Sketche gucken nur live.

Der junge Mann mir gegenüber nimmt wutschnaubend sein Handy und wählt eine Nummer.
"Ja was ist denn da bei Euch los? Wieso habt ihr denn keinen Schlüssel mitgenommen? Boah, das müsst ihr doch machen."
...
"Ja, ist doch egal, dass Ihr dass den Schwestern gesagt habt, dass die einen mitnehmen sollen - die vergessen das doch."

.....

"Ja, oahr, ich wollte mir eigentlich jetzt erst noch n Döner gönnen. Boah, WIESO IST DENN HIER JEDER ZU DOOF SEINEN HAUSTÜRSCHLÜSSEL MITZUNEHMEN! Das KOTZT mich an!"

....

"nein. Ich hab meinen auch nicht mit. Aber ich hatte heute früh auch ECHT STRESS!"

Mittwoch, 13. April 2016

Radiogesicht

Lieblingssatz des Tages:

"ich bin tatsächlich überrascht, dass wir keinen Moderator haben, der richtig hässlich ist."


Freitag, 8. April 2016

Selbstmordgefahr ausgeschlossen

SMS: ich komme zum Bahnhof und sammle dich dann von den Gleisen auf

SMS: Findest mich auf dem Bahnsteig...nicht auf den Gleisen

...beruhigend, wenn Du bei deinem Gast Selbstmordgefahr ausschliessen kannst.



Dienstag, 5. April 2016

Friede und Freude - der Eierkuchen kommt von alleine

"Hallo - ich bin ein Clown!" spricht mich der Mann in der Leipziger Innenstadt an.
Er ist ein Clown - eindeutig, mit bunter Hose, roter Nase und wirrem Haar. Also sage ich:
"ACH - das kommt jetzt aber überraschend!"
"Ja, da wundern sich Viele, sagt er!"
"Ist doch super", sag ich - "Wunder gibts ja nie genug."

Dann schaut er sich um. Es ist Montag. Es bahnt sich die nächste Demonstration der Ängstlichen an...
"Ach, wir brauchen mehr Friede Freude Eierkuchen, satt Mauern wieder aufzubauen."
"Friede und Freude ist wichtig - der Eierkuchen kommt dann von ganz alleine, weisheite ich.

------- kurze Pause ------

"Es war mir eine Freude Sie kennenzulernen. Und nicht vergessen: FRIEDE und FREUDE - der EIERKUCHEN kommt von janz aleene."<3 br="">

Donnerstag, 31. März 2016

Da war noch nie ne Bombe!

Chaos im S-Bahnverkehr. Züge fahren verspätet, mit Umleitungen und niemand weiß genau wo der Zug hält, wo nicht.
Der Grund, höhere Gewalt: Entschärfung einer Fliegerbombe.
Und juhu: endlich wieder ein Grund zu meckern.
Es fallen Ausrufe wie:

"Zum kotzen!"
"Ohhhh nää"

Und die Nummer eins der Motz-Sätze:

"Das kann alles nicht sein - auf der Strecke war noch nie ne Bombe!!"





Dienstag, 29. März 2016

Donnerstag, 17. März 2016

Lieblingssätze

"sag mal, hast Du die Handynummer meiner Frau? Kannste mir die mal geben?"

Mittwoch, 16. März 2016

Todesangst

Lieblingsgespräche im Job:


Frau Strauß: boah, was ist denn jetzt los? Mir ist grad so seltsam.
Er: so fühlt es sich an, wenn Du stirbst.
Frau Strauß: aha. naja. ich hab keine Angst vor dem Tod
Er: außerdem bin ich ja bei Dir.
Frau Strauß: oh. jetzt doch.

Freitag, 11. März 2016

Tiefsinn

"Was haben Sie denn da für ne Hose an?!"
"Seien Sie doch froh, dass ich eine anhab."
"Bei Ihnen muss auch immer alles Tiefsinn haben, was?"
...
Wenn das Tiefsinn war, stehe ich kurz vor der Weltherrschaft. Geil.

Dienstag, 1. März 2016

Yoga simpel erklärt

der Schüler kommt zum Yoga-Kurs. Leicht aufgeregt, er tastet sich ja erst ran, an "dieses Yoga".

Schüler: "ich gehe hier in diesen Raum?"
Lehrer: "ja."
Schüler: "Ist das schwer?"
Lehrer: "nee - Klinke runterdrücken, reingehen, fertig."

.....

Saufen gegen Fremdenhass

Freitagabend in Leipzig.  Auf dem Weg zu einer Party mit einer Freundin an der Seite und einem Sixpack ALKOHOLFREIEM Bier in der Tasche.
Wir haben schon mal eins aufgemacht – mann was sehen wir cool aus, als ein junges Mädchen auf uns zu…sagen wir mal ..läuft. Ebenfalls ein Bier in der Hand und einen Vortrag über Fremdenhass haltend.

„Ich saufe gegen Fremdenhass! Das gibt’s ja wohl nicht, wie kann man denn so mit Menschen umgehen, das sind doch auch Menschen wie Du und ich, gegen Fremdenhass saufe ich!“

Sie redet sehr schnell und wir rätseln, woher sie den Atem nimmt um weiterzureden.
Um den Redeschwall zu unterbrechen und uns allen einen Herzinfarkt zu ersparen, frage ich sie:
„Wo willst Du denn hin?“
„Hier zum Dönerladen – n bisschen Pep holen oder Speed oder sowas.“

Aha. Wenn Sie wohl eins nicht braucht,  dann ist das (noch mehr) Speed. 
(Notiz an mich: Speed beim Dönerladen. Ich muss noch viel lernen..)

Jetzt fällt ihr Blick auf unsere Bierflaschen. „Ey was trinkt ihr denn, Sterni?
„Nee, sag ich, wir haben was ganz Abgefahrenes. Wir saufen alkoholfrei gegen Fremdenhass!“
Ihr Blick: unbezahlbar: „Krass. Echt jetzt?! Das ist auch mal ein interessanter Ansatz.“
Sagt‘s, dreht sich um und verschwindet beim Dönermann. Da wo es Speed gibt. DAS ist ja klar.

Dienstag, 23. Februar 2016

Was würde die Liebe tun?

Gestern hat mich ein Freund gefragt, ob ich schon etwas "gegen rechts" gesagt hätte. Die traurige Entwicklung auch gerade in Sachsen betrachtend.
Ich sagte ihm, dass ich mich nicht GEGEN etwas äußern möchte. Mein Blick richtet sich PRO. Pro Frieden. Pro Mitgefühl. Pro Mut, den viele Menschen aufbringen. Pro Menschlichkeit. Pro Liebe.

Das sei gut, sagte er. Es gäbe so wenig PROs gerade.

Also sage ich:
Wenn Dir Wut, Angst, Neid, Hass begegnen - in Dir oder um Dich herum, dann frage Dich :

"was würde die Liebe tun?"

Wer ihre Stimme hört, hat die Antwort. Auf alles.



Montag, 22. Februar 2016

das kleine, feine ABER

Was will mir der Kollege wohl sagen?
Wie ich es drehe und wende - irgendwie bin ich immer (mit Verlaub) am Arsch.


- WIR mögen Dich, auch wenn ALLE ANDEREN, Dich doof finden.
- Wir mögen Dich, obwohl Du doof bist
- Du bist so doof, dass wir dich mögen...einer muss es ja machen
- Boah was sind wir doof, weil wir dich mögen.




Mittwoch, 10. Februar 2016

von Käse und Nägeln...

Idee von Gegenüber:
"stell Dir mal vor Du heisst mit Nachnamen Käse und machst n Nagelstudio auf. Das nennst Du dann Käse-Nägel. Kann man sich doch richtig super merken.  Dann sagen immer alle sowas wie: "Du willst neue Nägel? geh doch zu Käse Nägel!"

ich glaub meine Kollegen sind schon vor dem ersten Bier besoffen.

grad begegnet mir auf dem Flur folgendes freundliche Angebot:

"haste zufällig Belag? ich hab noch n trockenes Brötchen. Wollt ich nur sagen"

Freitag, 5. Februar 2016

Radiomoderatoren

Warum müssen Radiomoderatoren auf Profilbildern eigentlich immer den Mund ganz weit aufreissen? Die haben doch alle ne Profilneurose.
Boah, gut, dass ich kein Ra...

oh.

Donnerstag, 4. Februar 2016

Bolero

-  was hast Du denn da an?
- das ist ein Bolero-Jäckchen.
- Bolero?
- ja so wie die Stierkämpfer. So ne kurze Jacke.
- Stierkämpfer? Ich dachte, Du bist gegen Gewalt an Tieren
- ja. Deswegen trage ich auch nicht den Stier, sondern die Jacke.

Mittwoch, 3. Februar 2016

süße Drohung

...droht der Kollege mir gerade ernsthaft, mich mit einem Schokoriegel zu bewerfen....haha. Niedlich.
Ein traumatisches Erlebnis, an dem ich wohl lange zu kämpfen gehabt hätte.



Das Schlimmste ist, dass er NICHT geworfen hat.

Dienstag, 2. Februar 2016

Gesunde Frühstückspause im Job


Gestern sprach mich der Protagonist DIESES Posts in der Kaffeküche an, ich könne doch jetzt einiges klarstellen, in meinem Blog. Ein Arbeitskollege, der aufmerksam diesen Blog verfolgt. Herzlichen Dank.

Er schaut mich also an und schiebt mir sein Frühstück - eine "Veggie-Schnitte" entgegen.
"DA! Ich ernähre mich gesund!"

Mein Blick fällt leider sofort auf das Salami-Brot daneben.

"Und was ist das?"

"Shit!"


Freitag, 29. Januar 2016

Wie läuft's eigentlich mit Deinem Freund?

"Wie läuft's eigentlich mit Deinem Freund?"
"Super"
"Mist"

Poledance

Sie: "wenn ich ein bisschen mehr Zeit hätte, würd ich das auch gerne mal ausprobieren." (Poledance)
Sagt's und verlässt den Raum.
Eine Minute später, Tür geht wieder auf:
"Ich glaub ich wollte eigentlich sagen, wenn ich ein bisschen jünger wär...."

Donnerstag, 28. Januar 2016

"eigentlich ist das Leben total schön"

Vor Kurzem habe ich mich mit einer Kollegin über Dinge unterhalten, die wir im Job gerne und weniger gerne machen. Und dass da manchmal Aufgaben sind, die richtig auslaugen, sagt sie.
Kennt jeder.
Und dann sagte sie etwas ganz Entscheidendes. "Manchmal, wenn ich Abends nach der Arbeit heim fahre und die beleuchtete Stadt anschaue, denke ich << eigentlich ist das Leben total schön.>>"
DAS kennt NICHT jeder. Wann haben wir uns zuletzt Zeit dafür genommen uns umzuschauen? Und zu sehen, was da ist? Da ist IMMER etwas Schönes. Und nicht "eigentlich" sondern ganz bestimmt. IMMER.

Mittwoch, 27. Januar 2016

So macht man das, Jungs!

ein Gruppe Grundschüler spielt auf dem Schulhofspielplatz Fußball. Der ist eingezäunt. Zack - fliegt der Ball über den Zaun, in dem Moment wo ich vorbeigehe.
"Könnten Sie uns den Ball wiederbringen, da hinter der Tonne liegt der?" fragt der junge Mann.
Klar kann ich, geh zur Tonne und höre ihn zu seinen Kumpels ganz selbstbewusst sagen:
"So macht man das, Jungs!"

Wunderbar, Jungs! Macht weiter so.

Ach Du lieber Gott - oder: Ablassbrief 2.0

die Art und Weise, wie man in in Deutschland aus der Kirche austreten kann, ist ein wirklich guter Grund, um aus der Kirche auszutreten.
Wir kennen das von Fitnessclubs, Discotheken oder Konzerten: willste rein: musste zahlen.
Bei der Kirche zahlst Du, wenn Du wieder raus möchtest. Begründung: Verwaltungsaufwand.
Na gut, denke ich. Was solls. Bis mir die Dame am Telefon erklärt, dass ein Beleg für den Austritt auch Geld kostet.
"Wie. Ich muss 8 Euro zahlen, damit Sie mir eine Quittung ausstellen?"
Ja. Denn es könne ja sein, dass die Kirche aus Versehen nicht mitbekommen hat, dass man gar nicht mehr dabei ist. Dann müsse man das ja belegen können.
"Deswegen komme ich ja zu Ihnen. Stichwort: Verwaltungsaufwand...?"
So viel Aufwand wird dann aber offenbar doch nicht betrieben. Denn da weiss die Hand der Stadt wohl nicht was die Hand Gottes..verzeihung, die Hand der Kirche tut. Naja. Handaufhalten. Soviel steht fest. Frei nach dem Motto: "ich vergebe Dir dein sündhaftes Austreten aus der Kirche, wenn Du mir das bezahlst."

Ach Du lieber Gott. So hattest Du Dir das bestimmt nicht vorgestellt, oder?
Deine Gelassenheit möcht' ich haben...

Dienstag, 26. Januar 2016

Hausfrauenporno

"ich darf die Waschmaschine nicht mehr so voll packen. Gestern musste ich mich wie in nem schlechten Porno draufsetzen, damit sie nicht beim Schleudern durch die ganze Wohnung wandert."


"...wie in nem schlechten Porno? Woher weisst Du....?"


"Oh."

Montag, 25. Januar 2016

Tellerrand ahoi

"Ach du lebst jetzt in Leipzig. Sächselst Du denn auch schon?"

"Natürlich. Und rechtsradikal bin ich auch."



Nicht Euer Ernst

In der S-Bahn neben mir sitzen Mütter und welche die es werden wollen. Ich weiß es ohne hinzugucken, denn "der Muttermund ist entspannt und Sohn 1 wird sich langweilen wenn er das 108e mal beim Stillen zugeguckt hat." Jetzt schaue ich doch mal nach rechts und sehe 4 Frauen, eine davon strickend. Fast hätte ich meinen Schreck über dieses Klischee laut zum Ausdruck gebracht: "nicht Euer Ernst!?!"

Ich schaue nach Links aus den Fenster. Große freie Fläche in Grün zwischen Autobahn und Schienen.
Und mittendrin: Ein Reh und zwei Hasen. Ein Reh und zwei Hasen, die fast auf Bambis Schoß sitzen!!!! ..."nicht Euer Ernst!?!" denke ich erneut. So viel Klischee nebeneinander ist abgefahren. Wenn die rechts gleich aus Versehen im Zug ihr Kind kriegt, dann dreh ich durch. Ich werde mich nicht wundern. Nur durchdrehen.





"Der ist toll"



Ein Montagmorgen in der S-Bahn. Die ist wie immer zu kurz. Zu voll und zu spät.
Der Kontrolleur ist jung. Freundlich und „toll“ wie die Frau hinter mir bemerkt.
Bitte lassen Sie das Ticket stecken. Ich will Sie nicht kontrollieren – nur fragen, ob jemand einen Anschlusszug braucht, wenn wir angekommen sind.“ Erahnen Sie die erstaunten Blicke der Fahrgäste? Irgendwo raunt jemand, er würde die Bahn meiden, wenn es ginge.
Ich selbst fahre privat ja auch nicht mit der Bahn.“ Sagt der Kontrolleur. Ich frage ihn, wie seine Alternative aussieht. „Ich bin leidenschaftlicher Autofahrer!......... Viele Fahrgäste glauben ja auch, wir machen das extra mit den Verspätungen“, sagt er noch und guckt leicht geknickt.  
„Ich nicht,  sage ich ihm, ist doch schön, mehr Zeit zum lesen!“ Er lächelt und geht weiter….
Nein nein, für diese Fahrt verkaufe ich Ihnen kein Ticket. Sie fahren kostenlos. Bitte nur für den nächsten Zug ein Ticket lösen, ja?“ sagt er zu einem Fahrgast der eine Fahrkarte bei ihm kaufen will.
Ich drehe mich um und sage zu der Frau hinter  mir: „schon süß irgendwie, ne? „
„Ja, sagt sie – der ist TOLL!“

"Sie haben folgende Anschlusszüge....Zug xy wartet leider nicht auf Sie...aber Sie können es ja trotzdem versuchen..."

Ja - der ist echt toll.

Montag, 18. Januar 2016

Obacht beim Verkehr

Leipzig Wildpark

Freitag, 15. Januar 2016

Saunanacht

toll, was die da im Harz so alles anbieten.
"Saunanacht zum Valentinstag"

Da liegt die Betonung wohl auf SAU...

Donnerstag, 14. Januar 2016

Fleischrollen to go

Er: "guckt mal, ich hab ein neues Highlight unten beim Bäcker.!" Macht die Tüte auf und strahlt: "Fleischrollen!"

...sorry - dafür muss ich nicht zum Bäcker. Fleischrollen hab ich schon.

Mittwoch, 13. Januar 2016

die Fitness App


Kollegin 1: "Ich hab da so ne Fitness App. Da trag ich ein, was ich esse und trinke und dann sagt die mir Abends, ob das gut war oder nicht."
Ich: "warum heisst das Fitness App, wenns nur ums Essen geht?"
Kollegin 1:" Nee nee. Da kann man auch Sport eintragen. Ich mach aber keinen Sport."
Ich: "Immerhin verbrennt das Eintippen des Essens n paar Kalorien"
Kollegin 1: "und wenn ich das mal vergesse, erinnert mich die APP dran."
Ich: "Ach."

Kollegin 2: "Du hast bestimmt ne Yoga App."
Ich: "Nee. Ich brauch keine App. Ich mach das einfach."
Kollegin 2: "Ach."

Dienstag, 12. Januar 2016

Spaziergang für Fleischliebhaber



Fundort: Leipzig Wildpark

Samstag, 9. Januar 2016

"Ich hab meinem Mann blind vertraut!"

es ist Freitag Feierabend. Die versammelte Pendlergemeinde sitzt in der S-Bahn nach Leipzig. Ein Ehepaar steigt ein und fragt leicht besorgt, ob das der Zug nach Leipzig sei. Die gesamte Vierersitzgruppe nickt freundlich, als:

"sehr geehrte Fahrtgäste. Wegen eines was weiss ichs verzögert sich unsere Abfahrt. Wenn Sie es eilig haben, steigen Sie doch in den Zug gegenüber. Der ist dann auch schneller in Leipzig."

Man nickt sich gegenseitig zu. Wir stehen auf und wechseln die Gleisseite. "Es nervt ein bisschen, sagt er. Jedes Tag das Gleiche."
"Ist nicht zu ändern", sage ich, und zucke lächelnd mit den Schultern.
"Ich fahre jeden Tag", sagt er, die Situation betonend. "Ich auch", antworte ich und wir steigen ein.
Wieder steuert ein älteres Ehepaar auf uns zu und setzt sich. Er mit Koffer - Sie mit sorgenvollem Gesicht: "Wir sind zu früh ausgestiegen! Bis wir kapiert haben, dass das hier Halle und nicht Leipzig ist...ich schäme mich!"
Dann schaut sie ihren Mann an: "Ich hab Dir blind vertraut", "Und ich hab Gundula vertraut", antwortet er lächelnd und wendet den Blick mir zu: "So haben wir wenigstens auch mal den Bahnhof von Halle gesehen. Ist ja auch ganz schön."
Also er nimmts gelassen - Sie ist bekümmert, dass sie einfach ausgetsiegen sind an einem Bahnhof ohne zu gucken, wo sie sind.
"Ach, sage ich, ich bin mal in Bitterfeld gelandet und glauben Sie mir - da wollte ich ganz sicher nicht hin!"
"Das beruhigt mich jetzt, sagt sie.
Ich: "Deswegen erzähle ichs Ihnen. Ist doch halb so wild" und ich lege noch ein Plattitüde nach: "Wer keine Umwege geht, erlebt auch nix.!"
"Das stimmt", sagt sie und er fügt hinzu: "da haben Sie jetzt echte Lebenshilfe an uns geleistet!" Er lacht laut und wendet sich seiner Zeitung zu. Der Zug fährt los.
Nach einer Weile kommt der Schaffner - er ist eine Ausnahmeerscheinung - total gut gelaunt und lächelnd geht er durch die Reihen. Das Gesicht der Dame mir gegenüber verzieht sich allerdings zu einem peinlich berührten Lächeln: "Wir sind zu früh ausgestiegen. Kommt das öfter vor?" fragt sie den Schaffner und hofft auf ein JA. Stattdessen lacht der und sagt: "Nee - eigentlich nicht. Meistens steigen die Leute zu spät aus!"
Ich halte dem Schaffner mein Ticket hin: "können Sie mal sehen. So eine Seltenheit und wir können sagen ICH WAR DABEI!" "Ja, lacht er - ich war '89 dabei aber das war ja nix gegen DAS hier!"

"Ich hab meinem Mann blind vertraut!" die Frau grämt sich noch immer über eine Sache, die sonst niemanden stört. Nicht einmal ihren Mann, der ja nun immerhin auch eine Stunde später in Leipzig ankommt als geplant. Aber sie hat richtig zu kämpfen. "Und ausserdem hatten wir Verspätung", sagt sie. "Daran lag's. Wir haben nur auf die Zeit geachtet also ist die Bundesbahn schuld!"
"Die Bundesbahn?!" lacht der Schaffner. "Also da sind Sie dann wohl doch n bisschen spät dran. Die gibt's doch schon ewig nicht mehr - da sind Sie jetzt aber echt n paar Jahre stehengeblieben."

Auweia. Das war nix. Das Gesicht der Frau verfinstert sich und auch wenn der Schaffner es direkt spürt, dass sein gut gemeinter Witz ordentlich daneben gegangen ist, so kann er nix mehr machen. Gesagt ist gesagt. Ich bemühe mich zu retten: "Sie meinen wohl, um viele Jahre JUNG geblieben!"
"JA!", ruft er erleichtert "Ja vielen Dank, das habe ich natürlich gemeint!"
Dass er der Dame im Weggehen noch erklärt, Sie solle sich beim Aussteigen immer an ihn halten, damit es diesmal auch klappt, ist in seinem freundlich gemeinten Effekt eher fraglich.
Das Ehepaar bleibt mit kontrollierten Ticket zurück. Er liest lächelnd. Sie schaut mich verknittert an.
"Ich sag ja immer - alles ergibt am Ende einen Sinn," meine ich und lege damit eine weitere Plattitüde nach, die sich schon sehr bald, als sehr wahr herausstellen soll.

"Wo kommen Sie denn eigentlich her? Sind Sie schon lange unterwegs? frage ich und die Antwort bringt uns alle schlagartig auf den Boden der Heimeligkeit.
"Aus Herne."
Na klar. Meine Geburtsstadt. Wo sollten die zwei auch sonst herkommen und direkt neben mir auf dem Sitz landen. "Ha! Deswegen haben Sie uns auch sofort Beistand geleistet in unserer Situation!" ruft er und auch die Frau hat ihr Lächeln wieder. Es folgen "wie-heissen-Sie denn-wo-wohnten-Sie-denn-und-wo-sind-Sie-zur-Schule-gegangen-mein-Mann-kennt-in-Herne-Jeden-Fragen." Der Tag ist gerettet, die Zugfahrt beendet. Das erste Mal in Leipzig und immer 'n Stück Heimat mit dabei. Siehste. Am Ende ergibt immer alles einen Sinn.
Da hat die Bundesbahn ja doch n bisschen was Gutes gemacht.