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Mittwoch, 4. August 2010

Montag, 2. August 2010

Ein bisschen mehr ZEN

Als eine Freundin mir vor einigen Monaten einmal sagte, wir bräuchten alle ein bisschen mehr Zen, hatte ich noch keine genaue Vorstellung davon. Oder ich sage besser, dass ich mir noch kein Bild davon gemacht hatte. Und dann kam die Gartenparty, die mehr ZEN nicht hätte haben können...

















ein bisschen mehr ZENato














...und noch ein bisschen mehr ZENato - etwa ze(h)n Flaschen mehr - ergibt am Ende das bisschen mehr ZNE...ENZ...ZEN, dass uns allen gefehlt hat. Prost, meine sehr verehrten Damen und Herren.


ZEN
bisschen mehr ZEN

Montag, 19. Juli 2010

Wir sind Kultur

Wir sind bescheuert...über die Autobahn zu laufen. Oder mit dem Rad zu fahren. Wie sollen das denn unsere Kinder bitte verstehen? Jeden Tag erzählen wir "Junge, das ist gefährlich - das macht man nicht!" und dann machen wir es doch. 60 Kilometer Kunst. Oder so...aber Dabei sein ist ja bekanntlich....na, dann kann man mitreden.



Montag, 5. Juli 2010

belauscht.de

Wer sich und den Menschen in seiner Umgebung zuhört, wird belohnt. Viele kleine Alltagsgespräche zusammengefasst im Internet, zusammengetragen von hörenden Menschen.

Beispiel:

Wuppertal, Klotzbahn. In einem Fotogeschäft.
Kunde mit einem Bilderrahmen in der Hand: “Gibt es den hier auch im Querformat?” Verkäufer (nimmt dem Kunden den Rahmen aus der Hand und dreht ihn um 90 Grad): “Gerade reingekommen.”

Laboe an der Ostsee.
200 Jungs in Leder und Kutte machen Mittagspause während einer Ausfahrt und haben ihre schweren Motorräder auf dem Dorfplatz verteilt. Eine ältere Dame, klein und gebückt, kommt mit ihrem Rollator des Weges. Sie bleibt mit der Laufhilfe an meinem Stiefel hängen. Sagt höflich: “Entschuldigung.” Sie hoppelt weiter und wir hören dann noch: “Och, da hätte ich beinahe einen Rocker überfahren!”  MEHR DAVON HIER

Freitag, 4. Juni 2010

Wenn der Wurm nicht drin ist

Das ist die traurige Geschichte eines Regenwurms, der sich trotz mangelndem Regen ins Freie gewagt hat. Ich nehme es gleich vorweg: das war keine sehr kluge Idee. Dabei fing alles so phantastisch an, als ich den kleinen Wurm vor mir auf der Wiese arbeiten sah. Noch nie hatte ich beobachtet, wie sich ein Regenwurm in die Erde gräbt. Doch was soll ich sagen, selbst die aufregendste Neuigkeit wird irgendwann langweilig und so wandte ich mich einen Moment ab und beobachtete, wie der Wind durch die Blätter des Baumes wehte. Etwa zehn Minuten später erinnerte ich mich wieder an den Wurm und schaute, was er so trieb. Er war immer noch an der selben Stelle wie vorher, nur arbeitete er nicht mehr. Und er sah auch anders aus. Irgendwie dunkler. Machen wirs kurz: der Wurm hatte sein Sonnenbad nicht überlebt. Irgendwie traurig. Da beobachte ich ein so spannendes Naturerignis und bekomme das Dramatischste mal wieder nicht mit. Mal abgesehen von den Schuldgefühlen. Ich hätte erste Hilfe leisten müssen...

Jedenfalls weiß ich nun eins: Sagen Sie einem Wurm niemals, dass irgendwo der Wurm drin sei. Aus seinem Blickwinkel könnte er das völlig falsch verstehen.

Mittwoch, 12. Mai 2010

Tschüß Facebook

Neulich habe ich es getan. Ich habe mein Facebook-Konto gelöscht. Einfach so. Wobei...das stimmt nicht ganz. Denn so einfach geht das gar nicht. Da muss man schon ein bisschen googlen um die Löschfunktion zu finden. Von Facebook selbst dürfen wir da keine Hilfe erwarten. (War ich deswegen so lange dabei?) Ich habe mich jedenfalls verabschiedet von einem unsinnigen Zwang täglich schauen zu müssen, was mich ohnehin in den meisten Fällen nicht interessiert. Wenn sich X gerade die Zähne putzt, oder von Y schlimmere Details aus dem Badezimmer bekannt gemacht werden, will ich das eigentlich gar nicht wissen. Und ich selbst weiß auch nichts Klügeres zu berichten, das einzig Kluge ist dann nur NICHTS zu schreiben. Langweilig. Also: weg mit Facebook.
Ja, ich gebe zu, es ist auch einsam ohne die virtuelle Verwandschaft und ich gehöre wohl nun offiziell zu einer Randgruppe. Freiwillig. Exotischer wär nur, würde ich auch mein Handy abschaffen.

Hätte ich mein Facebook-Konto noch, würd ich jetzt nachschauen, ob jemand meine Abwesenheit bemerkt hat, mich vermisst. Aber ich hab ja kein Konto mehr bei Facebook.

Scheiße.

Sonntag, 29. November 2009

"Ach, da isser ja"

wenn der erste Partygast 2 Minuten nach dem Eintreffen zur Frage ansetzt, "sag mal, wo ist eigentlich der...." dann abbricht, den Kühlschrank öffnet, den Jägermeister herausnimmt und sagt "ach, da isser ja.", dann weißt Du im Ansatz, was Dich erwartet. Und welchen Ruf Du Dir hart erarbeitet hast. Wenn dann um 3 Uhr in der Nacht die Polizei vor der Tür steht und feststellt: "DAS IST JA TOTAL LAUT!!!" kannst Du nur noch antworten. "DA GEBE ICH IHNEN RECHT." An dieser Stelle keine Fotos. Für mehr Phantasie!!!

Mittwoch, 25. November 2009

Arschloch ist Unisex

Fahrradfahren ist gesund, hält fit, spart Geld (wenn die Alternativen Bus oder Auto sind) und es kann Dich zum Arschloch machen. Seit gestern bin ich eins, mit der Erkenntnis, dass 'Arschloch' sowohl männlich als auch weiblich - also unisexuell - einsetzbar ist und das kam so:

Mit zwei Freunden radele ich entspannt über die Kö in Düsseldorf, die, wie man das von einer Luxusstraße erwarten kann, einen eigenen Radweg hat. Dabei kommt es allerdings immer wieder vor, dass Fußgänger den Radweg benutzen, so dass der freundliche Radfahrer hin und wieder einen Schlenker fahren muss. Besonders heikel wird es, wenn Dir in so einem Moment ein weiterer Radfahrer entgegenkommt. Wir radeln also über die Kö, als sowohl ein Fußgänger von Links auf den Radweg tritt als auch ein Radfahrer entgegen kommt. Der hätte natürlich einfach kurz über den Fußgängerweg ausweichen können, aber das tut ein anständiger Bürokrat nicht. Der Mann hält also stur geradeaus auf uns zu, ich trete etwas doller in die Pedale, um vor meine Freundin zu gelangen, neben der ich bisher gefahren war, damit der gute Mann von vorne auch seinen ihm zugeteilten Radfahrerplatz erhält, bzw. behält.
Leider bin ich nicht schnell genug, was den Mann in bemerkenswert emotionale Aufruhr versetzt. Während er den von mir erzwungenen (aber nur hauchdünnen!) Schlenker über den Fußweg fahren muss, blickt er mir tief in die Augen und ruft:  ARSCHLOCH!
Eine inbrünstigere, leidenschaftlichere Beschimpfung wäre in diesem Moment wohl kaum möglich gewesen. Fazit: Arschlöchinnen gibt es nicht. Wenn, dann sind wir alle ein Arschloch.

Mittwoch, 18. November 2009

Der kulturelle Hammer

Schön, mal wieder etwas gegen meine kulturelle Verdummung getan zu haben, wollte ich mir kurz vor Ende des Besuchs der Monet-Ausstellung sagen, als ich IHN entdeckte. Den absoluten Hammer. Sekunde, ein Hammer? Im Museum? Oh, und da steht auch was drauf: MONET......
Das war der Moment, in dem ich den Gedanken über die kulturelle Verdummung noch einmal überarbeiten musste: Haben die 'n Knall? Verkaufen im Museumsshop einen Hammer, der dadurch seine künstlerische Daseinsberechtigung im Hier und Jetzt erhalten soll, indem man da so ein lächerliches MONET draufdruckt?
Und dann der Preis: 12 Euro! Für einen Hammer, der wenn man ihn als Kunstobjekt betrachten will, ja wohl kaum zum Einsatz kommen dürfte. 12 Euro! Genauso viel zahlt der kunstinteressierte Bürger auch, um erst einmal das Museum betreten und die Bilder des Herrn Monet sehen zu können. Das ist doch 'n Hammer, oder?


Freitag, 6. November 2009

Wochenende!

Endlich. Nach einer wirklich blöden Woche sind wir am Ende angekommen. Jetzt stehen die Voraussetzungen denkbar schlecht: alle Hoffnungen liegen auf dem JETZT. Sehr viel Druck. Können wir das schaffen? Versuchen wirs.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Die geliebten Fellpantoffeln
















Heute war Anjo zu Besuch. Stilsicher wie üblich trug ich meine heißgeliebten, polnischen Fellpantoffeln. "Frau Strauß, sag mal, wo hast Du denn bloß diese Schuhe her???"

......Die hast Du mir mal geschenkt.....

Dienstag, 27. Oktober 2009

Ruhe - mein Rezept


Ach Leute,
heute ist mir so nach Ruhe. Die Ruhe, die den nahenden Sturm abschwächt. Die Ruhe, die dem Sturm einen Sinn gibt. Die Ruhe, die Dich den Sturm sicher betrachten lässt. Die Ruhe, die Dir hilft zu erkennen, dass da gar kein Sturm ist.
Kopf aus - Ruhe an.



bitte klick: mehr Rezepte

Samstag, 24. Oktober 2009

Hotelbetten voll ausgenutzt

Ich habe schon mal in einem Hotelflur mitten in der Nacht Golf gespielt. Das hatte zur Folge, dass der Mann aus Zimmer 243 mir irgendwann in Unterhose zu verstehen gab, dass er zwar an sich nichts gegen Golf habe, doch leider morgen früh raus müsse. Kurz: "Könnten Sie bitte mit dem Scheiß aufhören?"
Jajaaaaa,ist gut......Dabei kann ich gar nicht golfen. Ich wurde überredet.

Als ich heute auf folgende Seite stieß, wusste ich, es hätte auch schlimmer kommen können....für den Mann, für mich...für das Hotelbett. Viel Spaß beim Nachmachen!!!

bitte, klick: Spring baby, spring!!

Montag, 12. Oktober 2009

Big Apple

Ich erwähnte es: in den vergangenen Tagen hatte ich's nicht so mit dem Sprechen. Akuter Stimmverlust. Oft aber reicht es aus, die Augen zu öffnen, damit alles gesagt ist. WG Party: Manche Gäste waren schon lange vor dem Mob da. Das Etikett belegt: dieser Apfel wartete bereits seit Juli auf seinen Einsatz. Dass dort auch 'Delicious' draufstand, empfinde ich allerdings als übertriebene Effekthascherei.

Sonntag, 4. Oktober 2009

Es war eine gute Party

- wenn Du dahinschmilzt, weil der engagierte Sänger sooooo toll singt und Dir dann erzählt, er sei eigentlich nur der DJ.
- wenn Du am Tag danach um 14 Uhr noch immer beschwingt darauf warstest, dass der Restalkohol verschwindet.
- wenn Du am nächsten Tag Fotos auf Deiner Kamera entdeckst, mit denen man vielleicht noch mal richtig viel Geld erpressen kann. Vorausgesetzt, Du findest heraus, wer diese Menschen auf den Bildern sind..
- wenn Du schon morgens mit dem Gedanken an alkoholische Erfrischungsgetränke aufwachst.
- wenn Deine Hand schmerzt und Du Dich beim besten Willen nicht daran erinnern kannst, warum.
- wenn Du erkältest hingehst und gesund nach Hause kommst.
- wenn der DJ es schafft, selbst die gruseligsten Musikwünsche cool klingen zu lassen.
- wenn Du mitten in der Nacht merkst, Du hast ja doch mörderischen Hunger, genau in dem Moment wo das Buffet leer ist.
- wenn Du peinliche Dinge getan hast, ohne Dich dafür zu schämen.
- wenn Du der letzte auf der Tanzfläche bist. (Selbst der DJ ist schon weg)
- wenn Du in Deinem Blog darüber schreibst.
Dann war es eine gute Party. Es war eine gute Party. Mann, war das ne gute Party!

Sonntag, 13. September 2009

Bambi, Pony und Herr Lehmann



Da war ich aber schon stolz, als mein selbstbemaltes T-Shirt mit dem Bambi vorne drauf irrtümlich als Designerteil identifiziert wurde. Mein Partyoutfit, das kleine grüne Bambi mit dem Schmetterling auf dem weißen Top. Dazu die schwarz-grüne 70er Jahre Kette aus dem Fundus meiner Mutter und der ebenfalls grüne Plastikring von dem ich nicht mehr weiß, wie er in meinen Besitz geriet. (Kaugummiautomat???)
Dann etwas ganz untypisches: Minirock. Jeans. Wollte ich mal ausprobiert haben, bevor sich das aus ästhetischen Gründen erledigt. Und dann ist da ja noch diese relativ neue Frisur, die ich absolut großartig finde, mein neuer Pony, Pagenschnitt oder wie der Mann auch gerne sagt: "Pottschnitt". Ich liebe die Frisur, ungeachtet aller kritischen Seitenhiebe.

Während ich also mit Bambi und Pony an der Theke der kleinen Partyküche stehe und irgendein dummes Zeug rede, was man halt so redet auf Parties, kommt Herr Lehmann rein.
Also nicht der echte Herr Lehmann aus dem Buch, sondern ein Typ, der so aussieht wie Herr Lehmann. Natürlich auch nur wie der Herr Lehmann, wie er im Film von Christian Ulmen dargestellt wird. Wie der echte Herr Lehmann aus dem Buch aussieht, das weiß ich ja auch gar nicht. Kurz: Da kommt dieser Christian Ulmen/ Frank Lehmann Typ rein und stellt sich mit an die Theke. Als ich ihn irgendwann frage, wie er denn überhaupt heisse, verweigert er die Aussage.
Darauf ich: "Herr Lehmann, oder was? Haahaa, Du siehst aus wie Herr Lehmann!"
Er: "Hab ich schon oft gehört." Ich: "Ach."
Leider verliert sich irgendwann die Spur. Herr Lehmann, mit dem es vielleicht noch richtig lustig hätte werden können, verschwand so schnell wie er gekommen war.

Heute morgen sag ich zum Mann:
"Hey, ich bin gefragt worden, ob mein Bambi-Shirt vom Designer ist."
Antwort: "Und ich bin gefragt worden, ob Du ne Perücke trägst."